Presse

Zeitzeugen 1914

Artikel als PDF

Quelle: Weser Kurier/Print Ausgabe 06.07.2014
 

Von Baustelle zu Baustelle

Quelle: Magazin für Denkmalkultur in Deutschland, Monumente Februar 2014
 

Dampfer “WELLE” auf der 39. Festwoche in Bremerhaven

Quelle: Nordsee Zeitung vom 29.07.2013
 

Quelle: Weser Kurier vom 28.07.2013
 

Dieter Albers lädt Bundespräsident Gauck, zur Sail 2015, auf die “Welle” ein

Quelle: Nordwestzeitung vom 16.10.2012
 

30.000 virtuelle Kapitäne schippern durchs historische Bremerhaven: Game-Applikation aus der Seestadt (interview)

Bremerhaven – die weltbekannte Stadt am Meer. Auswandererhochburg, Vorort von New York, Heimat der Havenwelten. Dass unsere Stadt im hochtechnischen 21.Jahrhundert innerhalb weniger Tastendrucke auf jedem Computerdisplay der Erde erscheint, dürfte niemanden in Erstaunen versetzen. Dass aber eine historische Version der Seestadt in einem Computerspiel erscheint allerdings schon. Michael Szonn, der das Spiel entwickelt hat, erzählt uns mehr dazu.

Frage: Sie haben das Spiel „Dampfer Welle in Bremerhaven um 1925“ programmiert. Was ist das für ein Spiel und worum geht es darin?

Michael Szonn: Es ist ein 3D Spiel, in dem der historische Dampfer „Welle“, der im Bremerhavener Fischereihafen durch einen Verein restauriert wird und es geht um Bremerhaven um 1925 herum. In der Simulation muss der Dampfer verschiedene Aufgaben lösen. Beispielsweise zum Leuchtturm Roter Sand fahren, ein havariertes Schiff finden, einen Lotsen zum Passagierschiff Columbus bringen oder in Seenot helfen. Das Spiel wurde dabei so erstellt, dass man es auch jederzeit von unterwegs aus spielen kann. Auf sogenannten Handheld-Systemen wie Handy und Tablet-PC. Wir haben uns sehr große Mühe gegeben, so viele markante Gebäude, Schiffe und Maschinen miteinzubeziehen, dass Bremerhaven vom Schiff aus gut zu erkennen ist.

Frage: Wie ist Ihnen die Idee zu dem Spiel gekommen?

Michael Szonn: Wir wollten gerne etwas mit Bremerhaven machen. Für mich ist die Stadt und deren Geschichte, mit all ihren Werften, Reedereien, Handelsgeschichten, dem NDL und den Auswanderern einfach großartig. Bremerhaven war und ist so bedeutend für die Seefahrt. Es ist aus meiner Sicht sehr wichtig, daran festzuhalten und dieses Thema immer wieder in die Öffentlichkeit zu transportieren.

Frage: Sind die Szenarien und die Hafenbecken historisch genau nachgebildet worden und wie sind Sie an die entsprechenden Pläne für die grafische Umsetzung herangekommen?

Michael Szonn: Wir haben Hilfe und Informationen von kundigen Bremerhavenern bekommen. Auch altes Kartenmaterial, historische Bilder und Filme. Wir haben alles in das Spiel integriert, was für die Darstellung auf einem durchschnittlichen Mobilgerät verwendbar war. Oberste Priorität hatte es dabei natürlich, dass es hinterher auch auf Handys und Tabletts einwandfrei zu spielen ist. Für uns war es aber auch sehr wichtig, dass es eine hohe Wiederkennung für Bremerhavener selbst, wie auch für Touristen hat. Das Spiel wird tatsächlich in Hongkong, New York, Singapur, Venezuela, Russland, China, Brasilien und sonst überall auf der Welt gespielt. Es sind seit diesem Sommer sage und schreibe rund 30.000 virtuelle „Welle-Kapitäne“ auf der Weser und in den Bremerhavener Häfen unterwegs – das ist fantastisch.

Frage: Auf was für Geräten kann „Dampfer Welle“ gespielt werden?

Michael Szonn: Auf allen Computern mit Windows-Betriebssystem, Android Handys und Tablet-PCs. Es ist ein großes Update für 2013 geplant, in dem die „Welle“ weitere Einsätze erhält: als Eisbrecher oder als Tonnenleger. Zusätzlich wird das Spiel mit dem Update auch für das iPhone und iPad bereitgestellt.

Frage: Wie wird das Spiel so angenommen, ist es ein Bestseller? Und Sie haben mit dem Spiel sogar einen Preis gewonnen. Was bedeutet dieser Preis – persönlich und geschäftlich?

Michael Szonn: Das Spiel wird über Google und andere internationale Plattformen gut angenommen. Es ist mit neuester Technik programmiert und für eine Simulation eines Dampfers ein großer Erfolg. Das Spiel hat für seine Technik und das Design den „Reviewers Choice Award 2012“ bekommen. Darauf sind wir natürlich sehr stolz.

Frage: Was dürfen wir als nächstes von Ihnen erwarten: Ein Spiel, in dem Container auf der Stromkaje gestapelt oder geschoben werden?

Michael Szonn: Tolle Idee – mal schauen. Kann ich mir gut vorstellen. Eine Art Wirtschaftssimulation vielleicht.

Wer neugierig geworden ist, kann sich eine kostenlose Testversion des Spiels externer Link: „Dampfer Welle in Bremerhaven 1925“ für externer Link: PC und Android herunterladen. Die ersten beiden Level des Spiels sind ohne Einschränkung spielbar und vermitteln einen Eindruck davon, was man erwarten darf. Weitere Informationen: http://www.szonn.com

Quelle: bremerhaven.de vom 27.12.2012